Minderung der Leistungsfähigkeit in Wärme oder Hitze

... In Einzelfällen sind bei äußerster Hitzebildung schon Rektaltemperaturen von 43 Grad Celsius registriert worden, die ohne Schaden überstanden wurden (Khogali & Haies, 1983).

Mit derartigen Körperkerntemperaturen werden die für sportliche Leistungen als so genannte „Optimaltemperatur" bezeichneten 39 Grad Celsius (Schmidt &Thews, 1990, S. 675; Badtke, 1995, S. 263 und 267) deutlich - und zwar mit leistungsbeeinträchtigendem Effekt - überschritten. Für diese Minderung der (Ausdauer-)Leistungsfähigkeit unter Hitzebedingungen sind eine Reihe von physiologischen Vorgängen verantwortlich:

  • Im Wesentlichen der vermehrte Energieverbrauch zur Aufrechterhaltung der thermoregulatorischen Funktionen. Er beträgt ca. 75 Prozent. Nur der verbleibende Rest ist für die muskuläre Fortbewegung nutzbar.

  • In Folge der Vergrößerung des Gefäßfassungsvermögens der Haut (Vasodilatation) kommt es zu einer Verlagerung der Blutmenge aus dem Zentrum in die Peripherie. Diese Verlagerung bewirkt, dass ein Teil des Blutvolumens den zentralen Kreislaufabschnitten entzogen wird. Dadurch kommt es unter gleichen Belastungsbedingungen zu einem Anstieg der Herzfrequenz und analog zum Absinken des Herzschlagvolumens.

  • Die Schweißbildung setzt bei einer Hauttemperatur von mehr als 35 Grad Celsius ein. Dafür ist Energie erforderlich: ein Liter verdunsteter Schweiß entzieht dem Organismus ca. 580 kcal (Badtke, 1995, S. 265).

  • Wegen der geringeren Blutversorgung des Muskels ist dieser gezwungen, früher als unter Normaltemperaturbedingungen einen Teil der von ihm zu leistenden Arbeit auf dem Wege anaerober Energiebereitstellung zu erbringen.

  • Bei länger anhaltender Arbeitsdauer unter Hitzebedingungen reduziert sich die maximale Sauerstoffaufnahme um ca. 25 Prozent.

Unter den Bedingungen hoher Umgebungstemperaturen bei gleichzeitiger körperlicher Arbeit reichen die internen Kühlungsvorgänge zunehmend nicht mehr aus, um die leistungsmindernden Effekte dieser „doppelten" Wärmeeinwirkung auf den Organismus zu kompensieren.

Zur Vermeidung leistungsnegativer Wirkungen ist externe Kühlung - sowohl als Ganzkörperkälteapplikation (GKKA) als auch als Teil Köperkälteapplikation (TKKA) - notwendig.

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